Art.Nr.: 1002630
Das erstaunliche dritte Album dieser spanischen Band. Devotion sind ein Musterbeispiel an Geduld und Beharrlichkeit. Die 2012 in der Nähe von Valencia gegründete Band hat unzählige Besetzungen durchlaufen, ihre Aufnahmen aber zum richtigen Zeitpunkt aufgeteilt, um maximale Wirkung und Eintauchen zu erzielen. Ihr Debütalbum „Necrophiliac Cults“ erschien 2015, aber das Erscheinungsjahr hätte genauso gut 1993 sein können; Devotion sind nichts anderes als dem zeitlosen Archetyp des Death Metal während seiner Blütezeit in den frühen 90ern verpflichtet. Und obwohl viele Jahre vergingen, bis der Nachfolger erschien, war „The Harrowing“ 2021 tatsächlich treffend betitelt: Aufgeteilt in „Gesänge“ und „Klagelieder“ lieferten die Spanier eine Meisterleistung in Sachen fauliger Midtempo-Krawall mit kilometerlangem Einprägsamkeit. Konsistent und doch unterschiedlich genug, mag Devotion zwischen den beiden Alben jeweils ein Power-Trio bzw. ein Quintett gehabt haben, doch der Weg war dennoch bewusst gewählt und weiterentwickelt. Für ihre Verhältnisse recht „schnell“ erschienen, präsentieren sich die erneut überarbeiteten Devotion mit ihrem dritten Werk „Astral Catacombs“ voll aufgedreht. „Astral Catacombs“, ein weiteres perfekt betiteltes Werk, ist gleichermaßen atmosphärisch wie knackig und führt ihren Death Metal in Großbuchstaben eine Stufe auf und ab auf dieser Evolutionsskala. Ihr charakteristischer, panzerrollender Sound schlägt hier wahrhaft abscheuliche Wege ein, fast bestialisch in seinen mörderischen Impulsen, und bewegt sich trotz der fast urzeitlichen Wildheit bedrohlich und gemessen; gleichzeitig wird ihre klassische Seite deutlich betont, insbesondere in den gut getimten und gut komponierten Soli, aber auch insbesondere in ihrem Songwriting. Es ist ein einzigartiger Kompromiss, der langsam, aber sicher eine erstaunliche Entwicklung von Devotions Seite zeigt und „Astral Catacombs“ sofortigen Wiederspielwert verleiht, um jede (krumme) Nuance und (verzerrte) Dynamik einzufangen. Anders ausgedrückt: Wir können uns die Haupteinflüsse der Band, Bolt Thrower, Grave oder Morgoth, als Vorbild nehmen: Bolt Throwers Übergang von „The IVth Crusade“ zu „…For Victory“ zum Beispiel, Graves von „Youll Never See…“ zu „Soulless“ oder insbesondere Morgoths von „Cursed“ zu „Odium“. Wenn das alles nicht schmackhaft oder verlockend klingt, dann ist „Astral Catacombs“ nichts für Sie! Geschmückt mit einem passend ätherischen Cover von Naroa Etxebarria, krönt „Astral Catacombs“ Devotions Dreiergespann stromlinienförmiger Brillanz.
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